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Optimierung der Heizungsanlage

Zur Optimierung Ihrer Heizungsanlage haben Sie eine ganze Reihe von Möglichkeiten. Der Einbau eines neuen Heizkessels bringt meist schon eine erhebliche Verbesserung, aber es sind auch andere Maßnahmen möglich, um die Heizleistung Ihrer Anlage zu optimieren.

Neuer Heizkessel

Egal, ob Sie durch die Energieeinsparverordnung (EnEV) zum Austausch Ihres alten Heizkessels verpflichtet sind oder nicht: Ein alter Heizkessel arbeitet meist ineffizient und verbraucht unnötig viel Brennstoff. Häufig ist der alte Kessel zu groß und das Haus soweit gedämmt, dass eine deutlich niedrigere Kesselleistung sinnvoll ist. Ein moderner Brennwertkessel passt seine Leistung automatisch an die Außentemperatur an und nutzt auch den Wasserdampf, der bislang mit hohen Temperaturen über den Schorn­stein verloren ging, zur Wärmegewinnung. Wird der Heizkessel ohnehin erneuert, dann lohnt es sich auch, über den Einsatz erneuerbarer Energieträger nachzudenken.

Neue Heizungspumpe

Eine drehzahlgeregelte Hocheffizienz-Heizungspumpe passt ihre Laufzeit und Leistung der benötigten Heizleistung an. Wird die volle Leistung nicht benötigt, wird die Pumpe automatisch heruntergeregelt. Neben der Heizkostenersparnis können Sie jedes Jahr bis zu 100 € Strom sparen. Ein Austausch amortisiert sich dadurch schnell. 

Informationen: www.sparpumpe.de

Hydraulischer Abgleich

Ein hydraulischer Abgleich des Heizungswassers sorgt dafür, dass auch weit entfernte Räume warm werden und andere Räume nicht mit Wärme überversorgt werden. Alle Bestandteile der Heizung werden dabei aufeinander abgestimmt. Ohne eine solche Regelung muss die Pumpenleistung oder die Vorlauftemperatur erhöht werden und der Energieverbrauch steigt. Dringend notwendig ist ein hydraulischer Abgleich, wenn Heizkörper trotz Entlüften nicht richtig warm werden oder wenn in den Ventilen und Rohren ein Rauschen zu hören ist. Wenn Sie für Ihre Modernisierungsmaßnahmen eine KfW-Förderung erhalten, ist der hydraulische Abgleich Ihrer Heizungsanlage vorgeschrieben.

Umstellung des Brennstoffs

Wer von Öl auf umweltfreundlicheres Gas umstellt, der kann in Zukunft auf den Tank im Haus verzichten, spart den Aufwand der Heizölbeschaffung und gewinnt unter Umständen wertvollen Wohnraum. Gefördert werden Umstellungen, Nachrüstungen und Erneuerungen von Heizungen durch die KfW, die BAFA, das bayerische 10.000-Häuser-Programm oder durch Förderangebote der örtlichen Energieversorger.

Nachrüstpflicht

Über 30 Jahre alte Öl- und Gasheizkessel dürfen nicht mehr betrieben werden. Allerdings gibt es zahlreiche Ausnahmen. Außerdem müssen Gebäudeeigentümer ihre Zentralheizungen mit einer Regelung ausstatten, die die Wärmezufuhr abhängig von Außentemperatur und Zeit automatisch regelt.

Mehr unter: www.energieatlas.bayern.de (> Bürger > Bauen und Sanieren > Heizung)

Nahwärmenetze in Altmühlfranken

Mit Nahwärme wird die Übertragung von Heizwärme zwischen Gebäuden  bezeichnet, wenn sie – im Vergleich zur Fernwärme – nur über verhältnismäßig kurze Strecken erfolgt. Im Unterschied zur Fernwärme wird Nahwärme in kleineren Einheiten dezentral realisiert. Nahwärmenetze bedienen mehrere Gebäude, z. B. eines Wohn- oder Gewerbegebietes oder einer Gemeinde. Sie entstehen häufig gemeinsam mit Biogas- oder Biomasseheizwerken. 

Die Versorgung erfolgt über ein verzweigtes Leitungsnetz, über das Wasser als Wärmespeicher und Transportmedium gepumpt wird. Über Wärmetauscher wird das Wasser durch die vom Wärmeerzeuger abgegebene Wärmeenergie erhitzt und beim Verbraucher ebenfalls über Wärmetauscher an den Heizkreislauf abgegeben. Das abgekühlte Wasser fließt über den Rücklauf zurück. 

Übersicht aller bekannten Nahwärmenetze im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen: www.altmuehlfranken.de/nahwaerme