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Wie steht's um Ihre Immobilie?

Energiestandards und Energieeinsparung sind in aller Munde, doch wie ist eigentlich das eigene Haus oder die Wohnung einzuschätzen? 

Gebäudeenergieausweis

Bei jedem Verkauf und jeder Neuvermietung von Wohnungen oder Gebäuden – ob Wohn- oder Nichtwohngebäude – muss dem zukünftigen Eigentümer oder Mieter ein Gebäudeenergieausweis vorgelegt werden. Denkmalgeschützte Gebäude, Gebäude im Ensembleschutz und kleine Gebäude (unter 50 m2 Nutzfläche) sind von dieser Pflicht ausgenommen. Der Energieausweis informiert über den Energiebedarf (Heizung und Strom), über Energieverluste, die über Schwachstellen in der Gebäudehülle und der Anlagentechnik entstehen, und gibt darüber hinaus Modernisierungsempfehlungen. Die Empfehlungen dienen der Information und zwingen den Eigentümer nicht zur Umsetzung. 

Der verbrauchsorientierte Energieausweis bietet einen Überblick über den tatsächlichen Verbrauch. Er wird aus den Daten der letzten Heiz- und Stromkostenabrechnung berechnet und spiegelt damit auch das Nutzerverhalten der Bewohner wider, also nicht nur die energetische Qualität des Gebäudes. 

Der bedarfsorientierte Energieausweis basiert dagegen auf einer technischen Analyse des Gebäudes und ermöglicht damit eine vom Nutzerverhalten unabhängige Bewertung der energetischen Gebäudequalität. Er ist vorgeschrieben für Gebäude mit weniger als fünf Wohnungen, die mit einem Bauantrag vor dem 1.11.1977 errichtet und nicht mindestens auf das Anforderungsniveau der ersten Wärmeschutzverordnung von 1977 modernisiert wurden. Ein Bedarfsausweis ist Grundlage für die Nutzung staatlicher Förderprogramme.

Energieausweise werden von einem dafür zugelassenen Energieberater ausgestellt. Aussteller von Energieausweisen in Ihrer Nähe finden Sie unter: www.energie-effizienz-experten.de